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Braucht mein Kind eine Zahnspange und in welchem Alter fängt man damit an?

Zu den am häufigsten gestellten Fragen möchten wir folgende allgemeine Antworten geben, damit Sie einen Anhalt bekommen.
Genaueres erfahren Sie in der kieferorthopädischen Sprechstunde, die Sie in der Wechselgebissperiode ihres Kindes aufsuchen sollten und nicht etwa, wie häufig angenommen, erst wenn alle bleibenden Zähne da sind.

Patienten benötigen bei folgenden Befunden eine Zahnspange:
  Bei zurückliegendem Unterkiefer bzw. vorstehenden Schneidezähnen.

In diesem Fall sind vor allem die oberen Schneidezähne gefährdet. Kinder mit vorstehenden Frontzähnen haben bis zu 50% mehr Zahnverletzungen.
  Bei vorstehendem Unterkiefer.

Auch hier sollte frühzeitig eine Behandlung begonnen werden, denn ein zu starkes Unterkieferwachstum sollte so früh wie möglich gebremst werden.
  Bei einem frontal offenen Biss.

Der frontal offene Biss ist häufig eine Folge des Lutschens. Die Zähne können nicht richtig herauswachsen und treffen so nicht richtig aufeinander. Dadurch entstehen häufig Probleme beim Abbeissen und Sprechen.
  Bei einem seitlichen Kreuzbiss.

Meist ist bei diesen Kindern der Oberkiefer zu schmal, so dass der Unterkiefer seitlich über den Oberkiefer greift.
Dies hat zur Folge, dass der Oberkiefer sich in der Breite nicht weiter entwickeln kann und meist die Zähne nicht genügend Platz haben.
Auch die Seitwärtsbewegungen sind eingeschränkt, so dass schon im jugendlichen Alter das Kiefergelenk behindert wird.
  Bei einem frontalen Kreuzbiss.

Wenn die unteren Zähne vor den oberen Zähnen stehen, sollte dringend ein Kieferorthopäde aufgesucht werden, da auch hier schon frühzeitig mit der Behandlung begonnen werden sollte.
  Bei einem Engstand.

Während des Zahnwechsels ist ein vorübergehender Engstand kein Problem. Sollten die Zähne jedoch so eng stehen, dass die neuen (bleibenden) Zähne keine Chance haben durchzubrechen oder lassen lange auf sich warten, dann sollten Sie einen Kieferorthopäden aufsuchen oder Ihren Zahnarzt um Rat fragen.
 
Wie lange dauert eine Zahnkorrektur?

Im Durchschnitt benötigen wir für eine kieferorthopädische Behandlung bei einem Jugendlichen drei bis vier Jahre.
Erwachsenenbehandlungen verkürzen sich auf 1,5 - 2 Jahre, da das Wachstum bereits abgeschlossen ist und in der Regel mit einer festen Spange behandelt wird.

Der Einsatz dieser so genannten Non-Compliance Geräte, also von Geräten, die unabhängig von der Mitarbeit der Patienten die Zähne richten, ist bei Jugendlichen nicht sofort gegeben, da die Kieferentwicklung und der Durchbruch der Zähne erst abgeschlossen sein muss. Aus diesen Gründen dauert die Behandlung bei Kindern länger.
Ist eine bunte Zahnspange heute Mode?

Wie oben schon kurz erwähnt, scheint eine moderne Zahnspange voll im Trend zu liegen.

Dies hat einerseits mit einem neuen Bewusstsein unserer Patienten zu tun, andererseits sprechen neben dem äußerlichen Aspekt zahlreiche gesundheitliche Aspekte für eine kieferorthopädische Behandlung.
  Die Eltern als auch unsere gesamte Umwelt legen einen größeren Wert auf gesunde und gerade Zähne als früher.
  Die schädlichen Folgen von Zahn- und Kieferfehlstellungen sind heute besser bekannt als früher.
  Eine Zahnspange ist heute kein Makel mehr, sondern ein Mittel um gerade Zähne zu erhalten, die auch noch gut aussehen.
  Eine Zahnkorrektur im Kindesalter sorgt für ein schönes Lachen ein Leben lang. Deshalb ist eine Behandlung eine sinnvolle Investition in die Zukunft Ihrer Kinder!
 
Sie haben noch Fragen?
Sie erreichen uns unter +49 (0)30 603 96 08
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